
Armierungsgewebe: Welches Gewebe für Innenputz, Außenputz und WDVS?
, Von BauBoss24 Team, 4 min Lesezeit

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Welches Armierungsgewebe für Innenputz, Außenputz und WDVS? Flächengewicht, Maschenweite, Überlappung und Verarbeitung – mit Tabelle und Bedarfsrechnung.
Kurz gesagt: Für Innenputz reicht ein leichtes Armierungsgewebe mit ca. 70–75 g/m², für Außenputz und Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) ist ca. 160–165 g/m² mit 4 × 4 mm Masche der Standard, und an stoßgefährdeten Stellen kommt Panzergewebe mit ca. 200–210 g/m² zum Einsatz. Das Gewebe gehört ins obere Drittel der Putzschicht, die Bahnen überlappen mindestens 10 cm.
Putz und Spachtel sind spröde. Sobald sich der Untergrund bewegt – durch Temperatur, Feuchtigkeit, Setzungen oder unterschiedliche Materialien –, entstehen Spannungen, die sich als Risse zeigen. Das eingebettete Glasfasergewebe verteilt diese Spannungen auf die ganze Fläche. Die Risse bleiben aus oder werden so fein, dass man sie nicht sieht. Wichtig ist die alkalibeständige Beschichtung: Ohne sie würde der Kalk und Zement im Mörtel die Glasfaser mit der Zeit angreifen.
| Einsatz | Flächengewicht | Maschenweite |
|---|---|---|
| Innenputz, Spachtelflächen, Wände und Decken | ca. 70–75 g/m² | 5 × 5 mm |
| Außenputz, WDVS, Fassadensanierung | ca. 160–165 g/m² | 4 × 4 mm |
| Sockel, Balkone, Eingänge – stoßgefährdet | ca. 200–210 g/m² (Panzergewebe) | 7 × 7 mm |
| Gipskartonfugen im Trockenbau | Glasfaser-Fugenband | 50 mm Streifen |
Innen sind die Belastungen gering. Ein leichtes Gewebe um 70–75 g/m² mit 5 × 5 mm Masche lässt sich gut in dünne Kalk-, Kalkzement- oder Gipsputzlagen einbetten und trägt kaum auf.
Außen wirken Temperaturwechsel, Regen und Frost. Hier ist ein Gewebe mit rund 160 g/m² und 4 × 4 mm Masche der Standard – bei Wärmedämm-Verbundsystemen ist es Teil der Armierungsschicht auf der Dämmplatte. Halten Sie sich bei WDVS immer an die Vorgaben des jeweiligen Systemherstellers.
Wo Schubkarren, Fahrräder oder Mülltonnen anstoßen, schützt ein zusätzliches Panzergewebe mit ca. 200–210 g/m² und grober 7 × 7 mm Masche die Fassade vor mechanischen Schäden.
Nicht immer. Auf einheitlichen, tragfähigen Untergründen im Neubau wird Innenputz häufig ohne Gewebe aufgebracht. Empfehlenswert ist es bei:
Rechnen Sie die Wandfläche in m² plus rund 10 % für die Überlappung. Beispiel: 40 m² Fassade → 44 m² Gewebe → eine Rolle mit 50 m². Für die Diagonalstreifen an Fenstern kommen pro Fenster etwa 1–2 Meter Streifen dazu. Auf der Produktseite rechnet der Bedarfsrechner die Rollenzahl automatisch aus.
Im Trockenbau werden die Fugen zwischen den Platten nicht mit Flächengewebe, sondern mit einem schmalen Glasfaser-Fugenband (50 mm) bewehrt. Es wird in die erste Lage Fugenspachtel eingedrückt und anschließend überspachtelt.
Bei uns finden Sie Armierungsgewebe aus Glasfaser in allen drei Stärken – als 1-m-Rolle und als Streifen –, das SEMIN-Fugenband für Gipskarton sowie Anputzleisten mit angearbeitetem Gewebe. 👉 Alles für die Armierung ansehen
Für Innenputz reicht ein leichtes Gewebe mit ca. 70–75 g/m² und 5 × 5 mm Maschenweite.
Standard ist ein Gewebe mit ca. 160–165 g/m² und 4 × 4 mm Maschenweite. Für stoßgefährdete Flächen wie Sockel und Eingänge nimmt man Panzergewebe mit ca. 200–210 g/m².
Mindestens 10 cm an jedem Stoß – deshalb rechnet man rund 10 % Mehrbedarf zur Fläche.
Nicht immer. Sinnvoll ist es bei gemischten oder rissgefährdeten Untergründen, an Materialübergängen und bei Sanierungen im Altbau.
Ins obere Drittel der Armierungs- oder Unterputzschicht – faltenfrei eingebettet und vollständig überdeckt.
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